Sport ist gesund, denn der menschliche Körper ist nicht dazu gemacht, still zustehen, sondern vielmehr dazu, ständig in Bewegung zu bleiben. Regelmäßige sportliche Betätigung hat gleich mehrere Vorteile – im Folgenden möchte ich auf einige davon genauer eingehen, bevor ich dir erkläre, wie du dir ganz einfach selbst das für dich richtige Bewegungskonzept erstellen kannst.

Vorteile regelmäßiger sportlicher Betätigung und Bewegung

Wissenschaftler aller Länder sind sich einig, dass Sport für den allgemeinen körperlichen und psychischen Zustand enorm wichtig ist. Wenn wir uns sportlich betätigen baut das Stress ab und hebt die Stimmung. Der Kölner Neurowissenschaftler Stefan Schneider fasst es treffend zusammen: „Nur wer sich körperlich verausgabt, kann sich hinterher auch entspannen.“ (Quelle) Außerdem kommt der Kreislauf in Schwung, was sich auf alle körperlichen Funktionen positiv auswirkt, und das Immunsystem wird gestärkt. Sport hilft gegen Schlaflosigkeit, verbrennt Kalorien, sorgt für eine Erhöhung des Grundumsatzes (das sind die Kalorien, die man im Ruhezustand verbraucht) und steigert die geistige Leistungsfähigkeit. Er kann sogar als Mittel gegen Krankheiten verstanden werden beziehungsweise kann diesen vorbeugen:

  • Wer regelmäßig Ausdauertraining macht, hält damit sein Herz-Kreislauf-System fit, stärkt seinen Herzmuskel und sorgt für elastische Blutgefäße. Dadurch können Herzinfarkte vermieden werden. Auch Bluthochdruck kann so gesenkt werden. Sport wirkt sich außerdem positiv auf den Cholesterinspiegel aus, was nicht nur Herzinfarkten, sondern auch Schlaganfällen vorbeugt.
  • Eine regelmäßige starke, sportliche Belastung kann einer Erkrankung an Diabetes mellitus vorbeugen oder sich positiv auf diese auswirken. Beim Sport wird nämlich viel Energie in Form von Zucker verbraucht, wodurch der Blutzuckerspiegel sinkt und weniger Insulin benötigt wird. Das wirkt schonend auf die Bauchspeicheldrüse. Zusätzlich dazu helfen mindestens 30-minütige Sporteinheiten beim Abbau des Viszeralfetts, dem Bauchfett rund um die inneren Organe. In diesem finden sich unterschiedliche entzündungsfördernde Botenstoffe, welche für Diabetes und Gefäßerkrankungen mitverantwortlich sind.
  • Manche Sportarten stärken sogar die Knochen: Joggen, Walken und andere Bewegungsabläufe, bei denen belastende Reize gesetzt werden, regen den Körper dazu an, neue Knochensubstanz zu bilden. Das ist vor allem ab dem 35. Lebensjahr relevant, weil ab diesem Alter die Knochendichte abnimmt und so das Risiko für Osteoporose immer mehr steigt.

Dein richtiges Bewegungskonzept - Joggen

Wie viel Sport ist gesund?

Wie schon vorhin erwähnt, ist der menschliche Körper dazu konzipiert, sich regelmäßig zu bewegen. Den ganzen Tag sitzend im Büro zu verbringen und danach auf die Couch zu fallen, bevor man sich ins Bett zum Schlafen legt, entspricht nicht unserer Natur. Mindestens ein oder zwei Mal pro Woche sollte man sich ausgiebig bewegen. Zum Einstieg kann das zum Beispiel eine kurze Wanderung, eine längere Jogaeinheit oder eine kurze, aber intensive Workout-Session sein. Bei regelmäßiger Bewegung wirst du merken, dass du im Laufe der Zeit öfter Lust auf Sport hast – dann kannst du die Häufigkeit deiner Sporteinheiten steigern und bewegst dich nach einer Weile idealerweise jeden Tag. Das sollten dann aber nicht immer stark fordernde Trainingseinheiten sein, denn bei Krafttraining gilt es unbedingt, dem Körper auch Ruhephasen und damit Zeit für Regeneration zu gönnen. So können sich die Muskeln erholen und Reparaturen im Körper stattfinden. Als Faustregel gilt: Maximal 3-4 Mal pro Woche solltest du dich auspowern, an den restlichen Tagen sind hingegen ausgiebige Spaziergänge oder entspanntes Joga inklusive Stretching empfehlenswert.

Dein richtiges Bewegungskonzept - Joga

Auf individuelle Bedürfnisse achten

Nicht nur wie oft du dich bewegen solltest, sondern auch, welche Sportarten dir überhaupt gut tun, lässt sich einfach beantworten, wenn du auf deinen Körper hörst. Schlappheit und Müdigkeit sind deutliche Signale dafür, dass du deinem Körper eine Pause gönnen solltest, damit eine Regeneration stattfinden kann. Auch Schmerz kann ein Zeichen von Überlastung sein – hier gilt es, gezielt jene Körperteile zu stärken, die Probleme machen. So ist es zum Beispiel ratsam, bei Haltungsproblemen und häufigen Rückenschmerzen eine Sportart zu wählen, die den Rumpf und insbesondere den Rücken trainiert, wie etwa Klettern und Bouldern oder Schwimmen. Parallel dazu sind Trainingselemente, die einer Verkürzung der Bauchmuskulatur entgegenarbeiten, ein Muss. Denn Ausgleichsübungen sollten, egal bei welchem Sport, Teil des Trainingsprogramms sein, um dem Körper durch eine einseitige Belastung nicht zu schaden. Ein weiteres Beispiel: Bei schmerzenden Kniegelenken hilft die passende Gymnastik und jede Sportart, die eine Stärkung ohne Belastung der Gelenke mit sich bringt, wie etwa Radfahren. Sportarten wie Joggen, langes Wandern, Seilspringen etc. sollten hingegen vermieden werden.

Weil eben jede Sportart den Körper auf andere Weise belastet, ist Ausgeglichenheit im Bewegungskonzept das A und O. Vor allem bei eindeutigen Signalen, wie Schmerz es einer ist, gilt es, einen passenden Ausgleich zu finden.

 

Klare Ziele setzen

Körperliche Beschwerden sind also als Signal zu verstehen, die betroffenen Körperstellen zu stärken. Neben diesem Beweggrund zum Training gibt es noch eine Reihe weiterer möglicher Ziele, auf deren Basis dein Bewegungsplan aufgebaut werden kann. Stelle dir die Frage: Möchtest du Muskeln aufbauen, etwas für deine Haltung tun, deine Ausdauer steigern oder deine Knochen stärken? Ist dein Ziel Gewichtsabnahme oder –zunahme? (Wenn es dir schwer fällt, Gewicht zuzunehmen, habe ich hier schon einen Blogbeitrag für dich geschrieben.) Oder bist du zufrieden mit deinem Aussehen und möchtest einfach generell etwas für deine Gesundheit tun? Wie dein Bewegungskonzept ausschauen sollte, hängt nämlich ganz davon ab, was du damit erreichen willst. Kurzes, intensives Krafttraining dient zum Muskelaufbau, während lange Sporteinheiten, die auf die Ausdauer gehen, bei der Fettverbrennung und Gewichtsabnahme helfen.

 

Erfolg durch Spaß und Motivation

Zuletzt ist der wohl wichtigste Faktor, den es beim Erstellen des eigenen Bewegungsplans gibt, der Spaßfaktor: Denn nur wenn dir die gewählten Sportarten auch Spaß machen, wirst du die Motivation finden, dich regelmäßig zum Sport aufzuraffen und so Ergebnisse zu erzielen. Überlege dir auch, was dich sonst noch so zum Sport motiviert: Welche Musik wirkt anregend und motivierend auf dich? Hast du vielleicht Freunde, mit denen du zusammen Sport machen kannst oder gibt es Angebote für Sportkurse in deiner Nähe? Wann machst du am liebsten Sport; morgens direkt nach dem Aufstehen oder lieber nach einem langen Tag in der Arbeit? Diese kleine Hilfestellungen können entscheidend dafür sein, ob du dein vorgenommenes Bewegungskonzept langfristig durchsetzen wirst oder nicht. Und natürlich hilft es auch, dir immer vor Augen zu halten, warum du eigentlich Sport treiben willst – weil es deinem Körper gut tut.

 

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