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Höre verdammt noch mal auf, dich zu vergleichen!

von | Mi 10.04.19

Herzlich willkommen zu unserem neuen Blogbeitrag zum Thema „Höre verdammt noch mal auf, dich zu vergleichen.“

Heute lassen wir mal ein wenig die Emotionen raus und sorgen dafür, dass du dich diesem Thema besonders öffnen kannst und dass am Ende des Beitrages eine kleine Form der Selbsthilfe entstanden ist. Ich möchte dir also Möglichkeiten aufzeigen, wie du selbst eine kleine Mini Meditation machen kannst und wie du es schaffst, dich nicht permanent mit anderen zu vergleichen.

 

Mit anderen vergleichen – warum?

Das Vergleichen steckt in uns drin. Wir wollen schauen, wo wir stehen, wie wir uns in Bezug auf andere präsentieren und welchen Marktwert wir haben. Es ist also völlig normal, dass wir schauen, was andere machen. Was sie besser oder schlechter machen als wir und was wir an uns selbst verändern können. Das ist auch wichtig, um uns weiterentwickeln zu können. Und um sagen zu können, ob das eigene Leben in den richtigen Bahnen verläuft oder ob eine Korrektur sinnvoll ist.

Doch das Vergleichen mit anderen darf sich nicht ins Unermessliche steigern. Es darf nicht so sein, dass du dich selbst so herausforderst, dass kaum noch Platz zum Leben bleibt. Es darf nicht passieren, dass dein Alltag unter den Vergleich leidet. Dass du auf Arbeit nicht mehr leistungsfähig bist, weil du permanent schaust, was andere machen und dich gar nicht mehr auf dich selbst konzentrierst.

Lass uns also gemeinsam dieses Thema angehen und lass uns schauen, warum wir uns vergleichen und wie ein solcher Vergleich aussieht. Lass uns auch schauen, warum das Vergleichen gar nicht gut ist und wie du es schaffst, aus diesem Kreislauf herauszukommen. Denn du bist mehr wert als jeder andere um dich herum. Und wenn du das für dich selbst verinnerlicht, bist du schon mal auf dem richtigen Weg.

 

Höre auf dich zu vergleichen – eine ernste Aussage

Woher kommt eigentlich dieser Vergleich? Und warum tun wir die ganze Zeit in unserem Alltag nichts anderes, als uns zu vergleichen? Es ist ja nicht nur so, dass wir uns innerhalb unseres Wissens ist mit der Konkurrenz messen und schauen, was diese macht. Es ist auch so, dass unser Privatleben permanent aus einem Vergleich besteht. Ein Durchatmen ist kaum möglich.

Warum hat mein Nachbar ein größeres Auto? Warum verdient die Freundin mehr im Job als ich? Und wo hat die gehasste Arbeitskollegin schon wieder die coolen Klamotten her?

Vergleiche finden in allen Lebensbereichen statt. Und oftmals sind es Vergleiche, die völlig sinnlos sind und die nichts über uns als Menschen aussagen. Es ist völlig egal, ob die Freundin schönere Schuhe hat und ob sie sich diese schöneren Schuhe eher leisten kann als wir. Es ist auch völlig egal, ob der Kumpel mehr verreist und in fernere Länder fliegt, als wir das tun können.

Letztendlich zählt doch immer, was wir persönlich möchten. Möchten wir teurere und schönere Schuhe? Möchten wir regelmäßig in ferne Länder reisen? Oder reicht uns nicht eigentlich das, was wir haben? Ein hoffentlich glückliches und erfülltes Leben, in dem wir uns wohlfühlen und dass uns so repräsentiert, wie wir sind?

 

Bedeutet Vergleich gleich Neid?

Doch warum ist es eigentlich so, dass wir uns permanent mit anderen vergleichen. Ist es vielleicht Eifersucht oder Neid? Liegt es nicht doch an uns, dass wir in diesem Vergleich nicht nur die Herausforderung suchen, sondern auch neidisch auf andere blicken? Auf das, was sie erreicht haben oder was sie uns zumindest vorgaukeln, erreicht zu haben?

Wir alle wissen, dass viele von uns in einer Scheinwelt leben. Wir machen uns vor, etwas Besonderes zu sein, sind es aber im Prinzip nicht. Sicherlich ist jeder von uns für sich allein gestellt etwas ganz Besonderes. Denn jeder ist einzigartig und jeder verdient es, auch gewürdigt und respektiert zu werden. Doch es ist völlig egal, in welcher Lebensform wir uns befinden und in welcher Art und Weise wir unser Leben gestalten.

Wenn wir der Meinung sind, dass unser Kumpel ein besseres Leben hat, dann sind wir im Prinzip auf ihn neidisch. Vielleicht sind wir auch wütend, dass es uns nicht gelingt, so zu leben. Doch ist das Leben des Kumpels immer gut? Oder lebt der Kumpel vielleicht in einer Scheinwelt? Vielleicht macht er uns ja nur etwas vor? Ist mit sich und seinem Leben selbst gar nicht zufrieden? Aber weil alle neidisch auf ihn blicken, denkt er, dass er der Größte ist und dass ihn alle wertschätzen.

Stelle dir daher die Frage, warum du dich mit anderen vergleichst und prüfe innerhalb deiner Antwort, ob der Vergleich wirklich wichtig ist. Will man wirklich so sein wie andere? Oder will man nicht lieber einzigartig sein?

 

Warum vergleichen sich so viele Menschen?

Wir haben also schon einmal festgestellt, dass der Vergleich oftmals nicht zwingend mit einem Konkurrenzkampf zu tun hat. Mit Verbesserung im eigenen Leben und mit dem Lerneffekt von anderen. Es hat auch oftmals was mit Neid, Missgunst oder vielleicht auch Angst zu tun. Attribute oder Eigenschaften, die uns eigentlich gar nicht stehen und die wir eigentlich aus unserem Leben verbannen sollten. Denn sie machen uns nicht glücklich, sondern belasten uns und unser Leben.

Es ist nicht schlimm, wenn du dich mit anderen vergleichst. Das ist keine Tragödie, da man aus einem Vergleich auch lernen kann. Vielleicht siehst du bei anderen etwas, dass dir absolut nicht gefällt. Dinge, von denen du sagst, dass du sie in deinem Leben nicht haben möchtest. Weil sie dich nicht bereichern und weil du bei anderen siehst, dass sie nicht glücklich machen.

In solchen Fällen hat das Vergleichen auch einen positiven Charakter. Denn du siehst, dass nicht alles gut ist und dass nicht alle Dinge, die uns im Leben passieren können, positiver Natur sind. Wenn du den Vergleich dazu nutzt, Gutes zu erkennen und Schlechtes auszusortieren, machst du vieles richtig. Denn du findest dann den Weg, der zu dir und zu deinem Leben passt.

Vergleiche daher nicht nur die guten und positiven Dinge, sondern auch all jene Dinge, die vielleicht etwas schwierig sind und die dafür sorgen, dass es zu Stolpersteinen innerhalb deines Lebenslaufs kommen kann.

Folge deinem eigenen Weg

Du bist ein eigenständiger Mensch, der keine Kopie von einem anderen Menschen sein soll. Denn du bist einzigartig. Und das ändert sich auch nicht dann, wenn du dich permanent mit anderen vergleichst und Dinge von anderen annimmst, die dir vermeintlich gut gefallen.

Es ist wichtig, dass du positive Dinge auf dich überträgst. Aber nicht alle Dinge, die dir gefallen, sind auch wirklich positiv für dein Leben. Folge daher deinem Herzen und nicht immer deinen Augen. Wenn du dich nur mit anderen vergleichst und du denkst, dass auch andere permanent den Vergleich zu dir ziehen, kannst du nicht frei leben. Du lebst dann nur für andere und für das Gefühl, was andere von dir haben könnten.

Im Prinzip ist es völlig egal, was andere von dir denken. Du musst mit dir und mit deinem Leben im Reinen sein. Nur dann kannst du ein freies Leben führen. Weit weg von Depressionen und schweren Emotionen. Du hast nur dieses eine Leben. Es ist daher wichtig, dass du dieses Leben nicht in einem Hamsterrad verbringst, dass sich im Takt der anderen bewegt. Du musst deinen eigenen Takt, deinen eigenen Rhythmus und deinen eigenen Weg finden.

Wenn du einen Vergleich zu anderen anstellst, dann überlege dir vorher, in welchem Rahmen der Vergleich stattfinden soll. Was interessiert dich bei anderen? Ist es beruflich? Interessiert dich, was andere erreicht haben und wie sie es erreicht haben? Dann es ist wichtig, dass du deinen Vergleich offen und ehrlich durchführst. Sprich mit denjenigen, die dich in diesem Zusammenhang interessieren. Mitunter bringt das gesprochene Wort mehr, als all jenes, was du sehen kannst.

 

Der Vergleich auf beruflicher Ebene

Es sieht immer ganz toll aus, wenn man im Beruf viel erreicht hat, an der Spitze eines Unternehmens steht und andere Menschen für sich arbeiten lässt. Das dahinter aber auch viel Arbeit, viel Neid, viel Verantwortung und viel Tragik steckt, wird gerne übersehen.

Der Weg an die Spitze ist steinig und hart. Er ist gepflastert von Missgunst, viel Arbeit und unendlich vielen Rückschlägen. Es ist nicht immer ein Erfolg, wenn man beruflich Erfolg hat. Denn für diesen beruflichen Erfolg muss man an andere Stelle sehr viele Abstriche machen. Ein schickes Büro und ein dickes Einkommen machen nicht zwangsläufig glücklich. Vielleicht für Außenstehende, die lediglich das dicke Einkommen und das schöne Büro sehen. Doch das emotionale Glück bleibt oftmals auf der Strecke.

Wenn du einen Vergleich durchführst, der auf beruflicher Ebene stattfindet, dann schaue nicht nur mit den Augen. Schaue auch mit deinem Herzen und sprich mit deinem Mund. Nur so kannst du feststellen, ob dieser Weg für dich gut ist und ob du diesen Weg gehen willst. Lass dich nicht von Äußerlichkeiten blenden und vergleiche nicht nur die Dinge, die du siehst. Vergleiche auch die Dinge, die den Weg zu dem geebnet haben, was du aktuell siehst.

Mit dem gesprochenen Wort kann viel mehr bewegt werden, als nur mit den Dingen, die du siehst. Wenn du einen wirklichen Vergleich durchführen willst, musst du ihn auf breiter Ebene durchführen. Und dann ist es wichtig, dass du überlegst, ob dieser Weg für dich auch der richtige Weg wäre. Es liegt in deiner Hand, wie du dein Leben gestaltest.

 

Minderwertigkeitskomplexe entstehen beim Vergleichen

Es ist oftmals so, dass durch einen Vergleich unsere Stimmung nicht wirklich besser wird. Denn meistens schauen wir beim Vergleich nach oben. Wir vergleichen uns also mit Menschen, die mehr erreicht haben als wir. Die in unseren Augen ein besseres Leben haben und die von außen betrachtet auf der Überholspur leben. Wir schauen nicht gerne nach unten beim Vergleich. Denn dort möchten wir nicht hin. Wir schauen immer in die Richtung, die wir anstreben. Und das ist in der Regel der Blick nach oben.

Wenn du dich aber permanent nur mit Menschen vergleichst, die in deinen Augen besser sind und mehr erreicht haben, dann mag das am Anfang ein Ansporn sein. Doch wer psychisch nicht gefestigt ist, wird über kurz oder lang Minderwertigkeitskomplexe bekommen. Denn viele Dinge, die wir vergleichen, lassen sich nicht von jetzt auf gleich ändern. Das bedeutet, dass man sich ausgelaugt fühlt, dass man die Hoffnung verliert, selbst das zu erreichen, was man bei anderen sieht.

Durch dieses fehlende Selbstwertgefühl fühlt man sich auch nicht mehr akzeptiert und man hat das Gefühl, dass man selbst nichts wert ist und nichts erreicht hat. Doch das ist absolut nicht so. Du hast in deinem Leben schon viel erreicht. Auch wenn in deinen Augen die Schritte vielleicht nicht ganz so groß waren, so hast du doch schon viel Schritte gemacht. Und das ist das Allerwichtigste. Schritt für Schritt in die richtige Richtung. Wenn dir das gelingt, ist alles besser als das, was du vielleicht bei anderen siehst.

Wir bekommen nicht genug

Viele Menschen, die in Industrieländern leben, sind der Meinung, dass ihr Leben schlecht ist. Alles wird permanent schlechter. Die Politik, die Arbeit, das private Leben, alles. Woran liegt das? Und warum vergleichen wir immer mit früher? Oder mit dem, was andere haben?

Das Problem liegt daran, dass wir nicht verstehen, dass sich das Leben weiterentwickelt. Es ist nicht alles schlechter, als es noch vor 10 Jahren oder 20 Jahren war. Ganz im Gegenteil.

Vor 20 Jahren hattest du noch kein Smartphone in der Hand. Du bist zum Telefonieren vielleicht in eine Telefonzelle gegangen, die außerhalb deiner eigenen vier Wände war. Wenn du dich mit Freunden verabreden wolltest, dann hast du das mündlich gemacht. Im Vorfeld, vielleicht Tage voraus.

Du konntest nicht rund um die Uhr einkaufen. Du hattest nicht die Möglichkeit, im Internet Waren aus aller Welt zu bestellen. Und du hattest auch nicht die Möglichkeit, mit Freunden zu chatten, Fotos mit dem Telefon aufzunehmen und viele andere Dinge zu machen. Wenn du spielen wolltest, bist du rausgegangen zum Spielen. Computerspiele gab es in der Qualität, wie sie heute vorzufinden sind, damals nicht.

Wir wohnen in deutlich größeren Wohnungen, wir haben besseres Essen, verreisen öfter und können uns viel mehr leisten. Und trotzdem haben wir immer das Gefühl, dass früher alles besser war und dass heute alles schlechter wird.

Schuld daran ist der Vergleich, den wir immer wieder ziehen. Wir bedenken nicht, dass sich das Leben verändern muss. Denn würde sich das Leben nicht verändern, würden wir heute noch in Höhlen wohnen. Wir würden uns Tierfelle um den Körper wickeln und mit einem Speer auf die Jagd gehen. Es ist wichtig, dass Neuerungen und Veränderungen in unser Leben treten. Und daher ist es auch nicht gut, das heutige Leben mit dem früheren Leben zu vergleichen.

Tu dir selbst etwas Gutes und lass diesen Vergleich. Du darfst gerne an früher denken. An die schöne Zeit, die du in jungen Jahren hattest. Denke aber nicht, dass früher alles besser war. Das ist bei weitem nicht der Fall.

 

Höre verdammt noch mal auf dich zu vergleichen – ist unsere Kindheit schuld?

Die ersten Jahre unseres Lebens prägen uns besonders. Sie stellen die Weichen für unsere Zukunft. Dabei können wir sogar noch ein wenig zurückgehen. Denn selbst in der Schwangerschaft lernen wir die ersten Dinge in unserem eigentlich noch gar nicht gestarteten Leben.

Die Entwicklung eines Menschen ist immens wichtig und sagt viel darüber aus, wie sich das weitere Leben gestaltet. Hat die Mutter während der Schwangerschaft wenig Stress, kann sie die Schwangerschaft genießen und fühlt sie sich wohl und geborgen, überträgt sich das auf das ungeborene Kind. Schon im Mutterleib bekommen wir also die ersten Weichen für unser zukünftiges Leben gestellt.

Stressfreie Kinder, die weder Alkohol, noch Drogen oder Nikotin ausgesetzt sind, komm deutlich gesünder und entwickelter auf die Welt, als Kinder, die mit chemischen Substanzen, Alkohol, Zigaretten oder viel Stress in Berührung gekommen sind. Das Defizit, das ich zwischen einem gesunden Kind und einem geschwächten Kind zeigt, ist immens groß. Und es dauert lange, bis dieses Defizit aufgearbeitet werden kann. Wenn es überhaupt gelingt, eine Angleichung zu erzielen. Kinder von glücklichen Müttern haben daher automatisch einen Vorsprung im Leben.

Ist unsere Kindheit dann ebenfalls geprägt von Liebe, Fürsorge und Verständnis, fühlen wir uns auch deutlich besser, wenn wir erwachsen sind. Wir gehen dann viel selbstbewusster durchs Leben und schauen gar nicht so oft, was andere machen. Denn wir sind von uns selbst überzeugt und wissen, dass der Weg, den wir gehen, der richtige Weg ist. Wer in seiner Kindheit Unterstützung erfährt, wer abseits von Ablehnung und Missgunst aufwächst, der ist auch in seinem Erwachsenenalter gefestigt und frei von Ängsten und Zwängen. Denn wenn wir von vornherein gezeigt bekommen, dass wir so, wie wir sind, perfekt sind, richten wir unser Leben entsprechend aus.

Deine Eltern sind nicht für alles verantwortlich

Du darfst allerdings deine Eltern jetzt nicht verantwortlich dafür machen, dass du dich permanent mit anderen vergleichst. Vielleicht hat deine Kindheit dich entsprechend geformt und dich zu einem unsicheren Menschen gemacht. Vielleicht hast du dich aber auch im Nachhinein so entwickelt, weil du ein vorsichtiger Mensch bist, der gerne prüft und der gerne schaut, dass er nicht alleine da steht. Ein Mensch, der möglichst in der breiten Masse mitschwimmen kann.

Überlege trotzdem, wie deine Kindheit verlaufen ist, was du gut gefunden hast und was weniger gut war und was du aus dieser Zeit mitnehmen konntest. Sie zeigt dir auf, warum du eventuell permanent versuchst, dich mit anderen zu vergleichen.

 

Lass uns auf meine Kindheit schauen

Ich möchte dir anhand meiner Kindheit zeigen, was es bedeutet, wenn die Kindheit nicht so gut verlaufen ist.

Während meiner kompletten Kindheit, vom Kindergarten, über die Schulzeit bis hin in die Jugend, habe ich mit sehr viel Ablehnung leben müssen. Rassismus, Hass und auch Gewalt sind mir immer wieder begegnet. Oftmals von meinen Mitschülern, mitunter aber auch von meinen Lehrern.

Der Rassismus traf nicht in erster Linie mich, sondern meinen Stiefvater, weil er aus Bali kam und entsprechend eine dunklere Hautfarbe hatte. Er wurde als Affe oder als Schlitzauge bezeichnet. Das ging mir natürlich sehr nah und hat meine Kindheit und Jugend sehr geprägt. Hinzu kamen körperliche wie auch geistige Gewalt, die von Beleidigung bis über Mobbing gereicht haben.

Das alles hat sicherlich dazu geführt, dass ich kein gutes Selbstwertgefühl aufbauen konnte und dass mir durch die fehlende Akzeptanz auch die Sicherheit in meinem Leben gefehlt hat. Ich habe Minderwertigkeitskomplexe aufgebaut, die ich dann in erster Linie versucht habe, zu vertuschen. Ich habe mir eine Maske aufgesetzt und habe einfach versucht, durch andere Dinge zu glänzen. Beispielsweise durch das Tanzen.

Ich habe aber auch versucht, durch extreme Dinge meine Unsicherheit zu vertuschen zu kompensieren. Und das ist natürlich nicht gut. Es hat eine Zeit lang funktioniert und sich auch gut angefühlt. Doch irgendwann ist der Punkt gekommen, an dem es nicht mehr weiterging. An dem diese Gefühle wieder in mir hoch gekommen sind. Und an dem ich festgestellt habe, dass man auch im Erwachsenenalter mit solchen Dingen nicht einfach umgeht.

Ich habe mir Hilfe geholt, habe darüber gesprochen und habe mein Leben neu ausgerichtet. Ich weiß nun, dass mir im Leben immer Ablehnung passieren kann. Das wir immer davon betroffen sein können.

Aber ich habe gelernt, dass diese Ablehnung nicht dazu führen darf, dass ich mich minderwertig fühle und dass ich mein Leben in Frage stelle. Ich habe nämlich gelernt, dass ich ein starker Mensch bin, der viel bewegen kann und der sich nicht von anderen abhängig muss machen muss.

 

Meine praktischen Tipps für dich

Die Tipps, die ich dir zum Thema vergleichen mit anderen geben möchte, sind praktischer Natur und lassen sich auf viele Bereiche übertragen. Auch wenn ich zu dem Thema mit aller Wahrscheinlichkeit noch einen zusätzlichen Beitrag mache, möchte ich hier vor allen Dingen die Emotionen, die Wut und die Trauer ansprechen.

Darauf würde ich noch mal separat näher darauf eingehen, weil ich der Meinung bin, dass dieser Artikel diesbezüglich nicht ausreicht, um alle Themen detailliert zu erläutern. An dieser Stelle möchte ich dir erstmal drei praktische Tipps geben, die mithilfe einer Frage in den Raum gestellt werden sollen. Die erste Frage lautet:

Warum vergleichst du dich wirklich?

Das Vergleichen ist eine Emotion. So wird meist von einem fehlenden Selbstwertgefühl ausgegangen, das in der Vergangenheit begründet sein kann und kann daher relativ komplex aufgestellt ist. Ist das bei dir wirklich der Fall?

Es gilt daher, der ersten Frage die zweite Frage anzuschließen, die lautet Doppelpunkt:

 

Fühlst du dich durch den Vergleich besser?

Meistens ist es so, dass wir uns durch den Vergleich nicht besser fühlen. Wir fühlen uns eher schlechter. Denn wir vergleichen uns nicht mit den Menschen, denen es schlechter geht als uns. Wir vergleichen uns meistens mit Menschen, die über uns stehen. Und wenn wir sehen, was diese Menschen erreicht haben und das mit unserer Leistung vergleichen, geht es uns meistens nicht besser, sondern eher schlechter. Der Vergleich bringt emotional daher keinen positiven Effekt. Er bringt uns eher an einen negativen und emotionalen Tiefpunkt.

Die dritte Frage, die uns in diesem Zusammenhang bewegt:

 

Wer hat etwas davon, wenn du dich vergleichst?

Wenn wir ehrlich sind, hat niemand etwas davon. Du kannst recherchieren, du kannst natürlich beobachten und du kannst lernen. Du kannst durchaus auch prüfen, ob das, was du siehst oder was du erfährst, besser ist als das, was du hast oder was du bist. Aber letztendlich ist es völlig egal, wer besser oder wer schlechter ist. Denn dein Selbstwertgefühl wird durch den Vergleich nicht besser.

Und andere, mit denen du dich vergleichst, ziehen auch keinen Nutzen aus deinem Vergleich. Überlege dir daher, ob dieses permanente Vergleichen wirklich dein Leben begleiten sollte. Oder ob du die Zeit nicht lieber sinnvoller nutzt. Mit positiven Dingen, die dir Freude machen und die dich und dein Leben bestätigen.

Schaue nicht, was andere erreicht haben, sondern genieße das, was du erreicht hast. Das ist viel wichtiger, als Zielen hinterher zu hecheln, die nicht erreicht werden können, oder die nicht erreicht werden müssen.

Setz dich hin und nimm dir Zeit

Wenn du deine Situation analysieren willst, ist es wichtig, dass du dir Zeit nimmst. Für dich und für dein Leben. Setz dich einfach mal in Ruhe hin und nimm dir so viel Zeit, wie du benötigst. Stelle dir die genannten Fragen und überlege für dich in Ruhe, welche Antworten du darauf hast. Setz dich 10 Minuten hin, 20 Minuten oder auch 30 Minuten. Vielleicht musst du dich auch 3 Tage hinsetzen, um passende Antworten zu finden.

Du musst sehen, dass du dabei dein Leben reflektierst und dass du nach vorne schaust, oder auch nach hinten schaust. Du wirst sehen, dass dein Leben gar nicht so falsch ist. Es ist gut, da du viel erreicht hast. Wenn du dir das gedanklich nicht vorstellen kannst, dann mache aus deiner theoretischen Übung eine praktische Übung.

Setz dich hin, nimm dir ein Blatt Papier und mache eine Tabelle. Die eine Spalte gehört den positiven Dingen in deinem Leben. Die andere Spalte gehört den Dingen, an denen du arbeiten möchtest. Überlege genau, was dir wichtig ist im Leben, was du gut findest und wo du Optimierungsbedarf siehst. Schreibe alles genau auf und prüfe so, ob es wirklich lohnt, sich permanent mit anderen zu vergleichen.

Im Trubel des Alltags vergessen wir oft, was wir eigentlich täglich meistern. Wir sehen immer nur die anderen und sehen, was sie haben. Dabei vergessen wir, was uns umgibt. Es müssen nicht immer die materiellen Dinge sein, die glücklich machen. Gute Freunde, auf die man sich verlassen kann, sind ebenso wichtig wie eine Familie, die hinter einem steht. Was nützt viel Geld, ein angesehener Job und ein dickes Auto, wenn man keine Freunde hat sondern nur Neider, die einem den Erfolg nicht gönnen?

Was nützt die Reise zur abgelegenen Trauminsel, wenn man niemanden hat, mit dem man sie gemeinsam genießen kann? Dann doch lieber den Urlaub an der Ostsee verbringen, mit Freunden, der Familie oder anderen lieben Menschen, die einen wertschätzen und die ähnlich denken wie man selbst.

 

Lass Gefühle zu

Wenn du dein Leben reflektierst, kann es durchaus sein, dass du nicht nur positive Dinge, sondern auch negative Dinge findest, die dir in den Sinn kommen und über die du dir Gedanken machst. Das ist wichtig, dass dies passiert. Lasse diese Gefühle zu. Nur dann kannst du sie verarbeiten und einen positiven Nutzen daraus ziehen.

Das heißt nicht, dass du dir jetzt irgendwie die nächste Klippe suchst und runter springst. Es geht erstmal nicht darum, das Negative zu akzeptieren. Es geht darum, es auszugraben und sich damit zu beschäftigen. Du kannst nicht alles Negative unter den Teppich kehren. Irgendwann ist der Teppich so hoch, dass du drüber stolperst. Es bringt also nichts, negative Dinge zu ignorieren, da sie sonst irgendwann implodieren oder explodieren. Und das wollen wir natürlich nicht.

Es ist vielmehr so, dass du Gefühle jeder Art zulassen musst. Glück, Wut, Trauer, Angst, Sorgen – die Fülle an Gefühlen ist groß. Und nur wenn wir diese Fülle an Gefühlen auch zulassen und in uns aufnehmen, können wir am Ende glücklich sein. Nicht jedes Leben verläuft geradlinig. Es gibt immer Höhen und Tiefen. Die Frage ist nur, wie wir persönlich diese Höhen und Tiefen nehmen.

Auch Menschen, mit denen du dich vergleichst, haben diese Höhen und Tiefen. Du siehst in der Regel nur die positiven Dinge. Du weißt aber nicht, was in diesen Menschen innerlich vorgeht. Du weißt nicht, was sie jeden Tag leisten, um das nach außen zu präsentieren, was sie in deinen Augen darstellen. Es ist also nicht immer alles eitel Sonnenschein. Und es muss auch nicht alles eitel Sonnenschein sein. Am Ende zählt nur, dass du in der Gesamtheit glücklich bist. Und dein Leben so gestaltest, wie du es möchtest und nicht wie andere es dir angeblich vorleben.

 

Was hältst du von einer kleinen Meditation?

Zu guter Letzt möchte ich dich zu einer kleinen Selbsthilfe, einer kleinen Meditation einladen. Es würde mich freuen, wenn du einfach mal mitmachst, damit wir gemeinsam abschalten können und das Leben von einer anderen Perspektive aus betrachten dürfen.

Ob du dich auf unser kleines Experiment einlässt, ist natürlich deine Sache. Du musst entscheiden, ob du gedanklich so runterfahren kannst, dass du dich auch wirklich entspannst. Aber vielleicht hast du Lust darauf und nimmst diese kleine Meditation auch in deinem Leben auf. Denn sie hilft dir in vielen Situationen.

Wenn du beispielsweise wieder versuchst, dich mit anderen zu vergleichen, dann gehe in dich, nimm dir eine Auszeit von ein paar Minuten und atme einmal tief durch. Versuche, einmal komplett abzuschalten und nicht an die Situation zu denken, die dich gerade belastet. Nicht auf die Person zu achten, mit der du dich vergleichen willst. Wenn ihr das gelingt, wirst du nach der Meditation schnell feststellen, dass der Vergleich überhaupt nicht nötig wird, da du in dir selbst ruhst, gefestigt bist und nicht auf andere schauen musst.

Suche dir einen ruhigen Platz. Setze dich gerade hin und atme tief durch. Überlege dir dann eine Situation, die dich vielleicht gerade gestresst hat oder die dich unsicher gemacht hat. Sage dir dann, dass du alles im Griff hast. Dass dein Leben gut ist, dass du zufrieden mit dir bist und das die Situation, in der du dich befindest, dich nicht aus der Bahn wirft.

Versuche dann, deinen Kopf frei zu bekommen. Verabschiede dich von Wut, Traurigkeit und deinen Sorgen. Atme weiter tief durch und sage dir selbst, dass du so, wie du bist, perfekt bist. Wenn du es schaffst, einige Minuten abzuschalten und deine Gedanken herunterzufahren, wirst du am Schluss merken, dass du deutlich frischer und erholter bist. Du kannst merken, dass du abgeklärt da bist und dass du dich durch diese Visualisierung viel mehr öffnen kannst.

Die unguten Gefühle, die dich im Vorfeld begleitet haben, sind weg. Du fühlst dich befreit, erleichtert und kannst deinen Tag wieder neu angehen.

 

Versuche am Morgen zu meditieren

Nicht nur im asiatischen Raum ist meditieren ein großes Thema. Eine Meditation hilft dabei, Körper und Seele in Einklang zu bringen. Auch du solltest regelmäßig meditieren. Nicht bloß, wenn du eine stressige Situation hast, mit der du nicht klar kommst. Versuche das Meditieren in deinen Alltag einzubauen. Vielleicht schaffst du es, früh eine halbe Stunde zeitiger aufzustehen und erst einmal nach dem Wachwerden zu meditieren. So bist du fit für den Tag und startest nicht gleich gestresst in den eh schon überladenen und schnelllebigen Alltag.

Meditieren hilft, um die Gedanken zu ordnen und um Selbstzweifel zu beseitigen. Denn wenn du mit dir im Reinen bist, musst du dich auch nicht mit anderen vergleichen. Und du musst auch keine Bedenken haben, dass andere kritisch auf dich schauen. Denn du bist ja derjenige, auf den alle schauen werden. Und zwar im positiven Sinne.

Ich wünsche dir, dass du deinen eigenen Weg findest und dass du dich nicht an anderen orientierst. Es ist gut, von anderen zu lernen. Aber nur Dinge, die dich im Leben wirklich weiterbringen. Ansonsten ist es wichtig, dass du deinen eigenen Weg gehst, deinen eigenen Stil findest und dein Leben nach deinen Wünschen gestaltet.

Lebe nicht das Leben anderer, sondern lebe dein eigenes Leben. Nur dann kannst du glücklich sein.

Passende Podcast-Folge:

Mehr zu diesem Thema kannst du dir in dieser Folge meines Podcasts anhören

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