Sport in der Schwangerschaft

von | Mi 31.07.19

Die Schwangerschaft ist für Frauen ein ganz besonderer Moment im Leben. Er ist mit keinem anderen Abschnitt des Lebens zu vergleichen und bedarf daher auch besonderer Maßnahmen und Vorgehensweisen. Sport in der Schwangerschaft ist dabei für viele Frauen sehr wichtig. Denn körperliche Ertüchtigung, die in gewissen Maßen durchgeführt wird, unterstützt eine unkomplizierte Schwangerschaft und beeinflusst die Frauen und deren Körper auch nach der Geburt positiv.

 

Aktive Frauen trainieren auch in der Schwangerschaft

Sport in der Schwangerschaft ist für aktive Frauen immens wichtig. Wer vor der Schwangerschaft bereits sportlich tätig war, kann in der Regel auch während der Schwangerschaft das Training weiterführen. Dafür müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Leistungsziele oder Hochleistungssport dürfen während der Schwangerschaft nicht angestrebt werden. Zudem muss das Training im zweiten und im dritten Schwangerschaftsdrittel reduziert und den Gegebenheiten angepasst werden.

Ansonsten kann die sportliche Aktivität immer dann in der Schwangerschaft durchgeführt werden, wenn die Frau sich wohlfühlt. Wenn der Arzt sein Okay dafür gibt und wenn es Mutter und Kind gut tut. In solch einem Fall ist es sogar wichtig, dass Sport in der Schwangerschaft getrieben wird. Der Körper braucht auch während der Schwangerschaft eine gewisse Regelmäßigkeit und die bekannte Routine. Das hilft, damit sich der Körper positiv mit der Schwangerschaft auseinandersetzt und sie nicht als zusätzliche Belastung ansieht.

Untrainierte Frauen und Sport in der Schwangerschaft

Wenn es jedoch so aussieht, dass die Schwangere im Vorfeld keinen regelmäßigen Sport getrieben hat, sollte sie damit auch nicht unbedingt in der Schwangerschaft anfangen. Bewegung ist wichtig. Das wird jeder Arzt und jede Hebamme bestätigen. Allerdings sollte die Bewegung dann so gewählt werden, dass sie nicht allzu sehr von den vorherigen Lebensgewohnheiten abweicht. Ein gemütlicher Spaziergang, hier und da Radfahren und Schwimmen oder mit den Freundinnen zum gemütlichen Stadtbummel aufbrechen. Das ist natürlich erlaubt und soll auch gemacht werden.

Ungünstig ist jedoch, während der Schwangerschaft mit dem Sport aktiv zu beginnen. Also mehrmals pro Woche Kraftsport oder Ausdauersport zu betreiben, wenn dies im Vorfeld nicht geschehen ist. Einfache Yoga Einheiten, die der Entspannung dienen und durchaus auch als Geburtsvorbereitung bewertet werden können, sind trotzdem machbar. Auch alle physiotherapeutischen Maßnahmen, die der Arzt empfiehlt und die für die Vorbereitung auf die Geburt genutzt werden können.

Unser Tipp: Yoga ist nicht nur während der Schwangerschaft eine tolle Möglichkeit, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Probiere es einfach mal aus und fange ganz langsam an. Yoga ist nämlich nicht nur was für Profis, sondern auch für Unerfahrene und für Einsteiger.

Wie wirkt sich der Sport in der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind aus?

Es gab Zeiten, da galt Sport für das ungeborene Kind als zu gefährlich. Diese Zeiten sind heute glücklicherweise vorbei. Sportwissenschaftler und auch Mediziner empfehlen inzwischen eindeutig eine maßvolle sportliche Betätigung. Dann regelmäßiges Training hält nicht nur die Mutter fit und gesund, sondern auch das Kind im Bauch. Fühlt sich die Mutter gut, geht es auf dem Baby gut. Das ist ein Fakt, der nicht von der Hand zu weisen ist und der unbedingt berücksichtigt werden muss.

Regelmäßiges Training vermindert die typischen Rückenprobleme, die während der Schwangerschaft sehr oft auftreten. Es beugt Wassereinlagerungen im Körper vor, reguliert die Gewichtszunahme und sorgt dafür, dass nicht zu viel Gewicht während der Schwangerschaft zugenommen wird. Außerdem beugt ein regelmäßiges Training Schwangerschaftsdiabetes und Depression vor.

Von all diesen Dingen profitiert auch das ungeborene Kind. Wer vor der Schwangerschaft regelmäßig Sport getrieben hat, sollte daher weitermachen. Wichtig ist, dass zum Ende der Schwangerschaft, also im dritten Trimester die Intensität der sportlichen Betätigungen ein wenig zurückgefahren wird. Auch sollten große Kraftanstrengungen vermieden werden. Krafttraining mit schweren Hanteln und Gewichten muss dann passé sein. Leichte Ausdauereinheiten und generelle Bewegung sowie Dehnungsübungen sind aber immer empfehlenswert.

 

Wir helfen dir

Das richtige Pensum für den Sport in der Schwangerschaft gibt dir entweder dein Arzt vor, dein Fitnesstrainer. Oder du kannst dich bei uns diesbezüglich informieren und gemeinsam einen Plan mit uns erstellen. Sportlere nicht einfach ohne Unterstützung und ohne Hilfe los, sondern lass dich beraten und höre auf die Empfehlung, die man dir gibt.

Unser Team berät dich gerne und ausführlich zu Sport in der Schwangerschaft. Wir zeigen dir verschiedene Möglichkeiten und beraten dich auch, wie es nach der Geburt deines Kindes für dich sportlich weitergehen kann. Denn dann geht es darum, deinen Körper wieder in Form zu bringen, damit auch dein seelisches Gleichgewicht wieder hergestellt werden kann. Rückbildungsgymnastik ist genauso wichtig wie Sport während der Schwangerschaft. Das darfst du nicht vergessen und musst du unbedingt in deinen Alltag einbauen.

Wenn du das jetzt während der Schwangerschaft schon planst, bist du vielen Müttern einen Schritt voraus und kannst völlig entspannt in die neue und aufregende Zeit mit deinem Baby gehen.

Weitere wichtige Tipps zu Sport in der Schwangerschaft

Wie bereits erwähnt, ist ein moderater Ausdauersport immer empfehlenswert. Laufen, Radfahren und Schwimmen sind sehr gut für werdende Mütter. Auch ein leichtes Muskeltraining, wie es beispielsweise durch Yoga oder durch Pilates erzeugt wird, kann bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft durchaus gemacht werden.

Ärzte raten, die Bauch- und Beckenbodenmuskeln während der Schwangerschaft zu trainieren. Allerdings muss hier berücksichtigt werden, dass die Bauchmuskulatur ab der Hälfte der Schwangerschaft nicht mehr kontinuierlich gekräftigt werden sollte. Crunches sind dann nicht mehr auf deinem Trainingsplan zu finden. Besser sind sogenannte isometrische Übungen, bei denen du die Muskulatur ohne Bewegung entspannen kannst. Die seitliche und auf die schräge Bauchmuskulatur hingehen darf bis zum Ende der Schwangerschaft durchweg trainiert und gestärkt werden.

Was aber letztendlich mit einem Schwangerschaftsbauch alles möglich ist, entscheidet immer die Schwangere selbst. Nur sie kann ihre eigene Fitness einschätzen und weiß, was sie sich zutrauen kann oder nicht. Verzichtet werden sollte auf extreme Belastungen wie beispielsweise durch Kampfsport, Skilaufen, Inlineskaten oder Reiten. Auch bei großer Hitze sollte kein Sport während der Schwangerschaft getrieben werden. Und wer gerne taucht, sollte auch das während der Schwangerschaft unbedingt vermeiden. Zu gefährlich und nicht gut für das Baby im Bauch.

 

Unser Tipp für die Geburt

Wenn du vorher ordentlich Sport getrieben hast, wird dir die Geburt mit Sicherheit leichter fallen. Du bist fit, hast eine gute Kondition und kannst die zusätzliche Belastung dadurch deutlich besser wegstecken, als all jene, die während der Schwangerschaft und auch vor der Schwangerschaft keinen Sport getrieben haben. Es ist also ein Vorteil, wenn man auf seinen Körper achtet, ihn pflegt und ihn auch trainiert. Egal in welcher Lebenslage und egal in welchem Alter.

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